Ein zusammenfassender Rückblick:
Samstag:
Anders als sonst die Jahre sind ist ein Teil unseres Teams schon einen Tag früher angereist. Der Grund: Die Baptistengemeinde in Heikendorf hat uns eingeladen, die Kieler Woche mit einem Kinderfrühstück zu beginnen. Auch, wenn nur 13 Kinder kamen, hatten wir eine super Zeit. Die Kinder waren sehr aufmerksam. Natürlich ging es thematisch um Schiffe. Dementsprechend hatten sich die meisten Kinder bereits entsprechend verkleidet. Durch unsere Geschichte wurde deutlich die Frage gestellt, wer der Kommandant meines Lebens ist.
Sonntag:
Sonntag hatten wir verschiedene Predigtdienste. Ich selbst war in Heikendorf, Uli in Barsbek.
Mein Thema war die Wachsamkeit in Bezug auf Jesu Wiederkunft. Um wachsam zu sein, ist es nötig, dass wir unseren Fokus auf Jesus ausrichten, und uns nicht ablenken lassen. Da ich zur Verdeutlichung meine Kamera genutzt habe, kann ich sogar ein Photo von einem Teil der Gemeinde zeigen.
Eine schöne Einrichtung ist das "Predigtnachgespräch", bei dem nach dem Gottesdienst auf freiwilliger Basis noch einmal der Inhalt der Predigt für ungefähr 20 Minuten diskutiert wird.
Nachmittags haben wir Heinrich am Bahnhof abgeholt und direkt eine Tour durch über die Kieler Woche gemacht. Das ist sehr hilfreich für unsere Einsätze. Wir müssen die Atmosphäre schnuppern und sehen, was sonst so angeboten wird. Zudem ist erfahrungsgemäß der erste Sonntag eher ungeeignet für Einsätze.
Montag:
Erster Einsatztag.
Wetter: teils sonnig, teils bewölkt. Laut unseren Wetterprognosen vor unserer Abfahrt sollte dies der einzige Sonnentag der Woche werden.
Wiedereinmal ist uns aufgefallen, dass es in Kiel relativ einfach ist, Menschen zum Zuhören zu bringen. Auch wenn wir zum Evangelium kommen, bleiben die meisten Menschen noch stehen und hören zu. Doch tiefer gehende Gespräche sind eher selten.
Dienstag:
Wetter: teils sonnig, teils bewölkt. Das Update des Wetterberichts meldet, dass der Dienstag ebenso schön werden soll, wie der Montag.
Wie in jedem Jahr treffen wir in Kiel Bekannte. Ob Schulkameraden von der Bibelschule, frühere Outreachteilnehmer oder Freunde aus den verschiedenen Heimatregionen. die knapp 3 Millionen Besucher in Kiel sind eindeutig zu wenig ;-)
Frank, der den Abend vorher angekommen ist, vervollständigt unser Team.
Mittwoch:
Wetter: Der große Regen soll kommen und bis Freitag anhalten... Bis auf ein paar leichte Tropfen blieb er aus.
Unser Motto am Mittwoch: Weiter machen, so lange das Wetter hält. Denn die nächsten Tage soll es ja schlimmer werden.
Ein interessantes Gespräch hatte ich mit einer Familie, die sehr vom Hinduismus geprägt ist. Wieder einmal ist mir aufgefallen, wie gefährlich diese östlichen Religionen sind, weil sie alles andere einfach schlucken.
Donnerstag:
Wetter: Morgens Sonne, aber Nachmittags kräftige Regenschauer. Bei der Überfahrt mit der Fähre zur Kiellinie sehen wir schon die dunklen Wolken auf uns warten. Na, toll... Aber was soll's? Wir sind gehorsam und gehen. Doch gerade, als wir unser Material aufbauen wollen, geht es schon mit einem kräftigen Schauer los. Nach einiger Zeit, einigem Wolken Beobachten und nachdem wir unser Material immer wieder auf- und ab gebaut haben, ohne zum Einsatz zu kommen, entscheiden wir uns, die nächste Fähre zu nehmen, egal, wohin sie fährt. Die erste Fähre fährt Richtung Bahnhof, also eine Gelegenheit, unsere Freunde auf dem Missionskutter Elida mal wieder zu besuchen und danach zu unserem Quartier zurück zu fahren.
Bei unserem letzten Durchgang hörten unter anderem zwei Sicherheitsbeauftragte zu, die im Nachhinein meinten, dass das, was wir hier machen, "unerwünscht" ist. Doch sie wollten sich noch einmal informieren... Da wir die letzte Fähre erwischen mussten, haben wir für diesen Tag sowieso Feierabend gemacht.
Freitag:
Wetter: überraschend gut. Trocken aber windig. Temperatur sehr wechselhaft zwischen warm und kalt.
Aufgrund der Situation des Vorabends haben wir uns überlegt, uns mal nicht an die Kiellinie zu stellen, sondern zu probieren, ob in der Innenstadt auch etwas möglich ist. Doch unser Ergebnis war "Nein". Die Menschen liefen geradezu an uns vorbei, wie wenn wir überhaupt nicht da wären. Zudem pfiff der Wind durch die Fußgängerzone und selbst mit frechen und herausfordernden Sprüchen blieb fast niemand stehen.
Fazit: Wir ziehen wieder zurück zu unserem Platz!
Und das war gut so. Wir kamen kaum dazu, mal eine kleine Pause zu machen. Ständig kamen Passanten vorbei und fragten, was es hier gäbe. Jedes mal konnten wir einen neuen Predigtdurchgang starten. An diesem Tag hatten wir wahrscheinlich die meisten Zuhörer. Allerdings war es wieder deutlich, wie wetterfühlig Menschen sind. Durch den Wind wurden sie nach unseren Botschaften geradezu weiter getrieben. Gespräche waren fast unmöglich.
Und die Security? Nachmittags in der Stadt liefen die beiden Menschen vom Sicherheitsdienst vorbei, ohne dass sie uns überhaupt bemerkt haben. Bei ihnen habe ich mich darüber gefreut... ;-)
Samstag:
Das große Finale!
Wetter: Teils sonnig, teils bewölkt, aber kühl.
Das Highlight der Kieler Woche ist die Windjammerparade, bei der fast alle Segler gemeinsam aus der Förde hinaus fahren. Angeführt wurde sie zum letzten Mal von der "Alexander von Humboldt", die ab September ersetzt werden soll. Bei diesem Spektakel sind so viele Menschen unterwegs, dass Einsätze schon nicht mehr durchführbar sind, besonders da das Interesse ganz klar den Schiffen gilt.
An dem Abend war der Weg zurück zum Auto gefühlt sehr, sehr weit. Die Beine und Füße hatten doch durch die Tage viel Arbeit geleistet.
Fazit:
Damit hatten wir nicht gerechnet. Wir denken, dass wir vom Wetter abhängig sind. deshalb haben wir uns den Wetterbericht angesehen und uns auf Regen vorbereitet. Doch es ist ein Irrtum. Wir sind eben nicht vom Wetter, sondern von Gott abhängig. Das konnten wir dieses Jahr in Kiel wieder wunderbar erleben. Auch weiterhin ist es Gottes Sache, wie sein Wort in den Menschen wirkt. Vielen Dank für eure Gebete!
2 Kommentare:
Ja unser Herrr segnet gern. Wir dürfen säen
Das wachsen lassen überlassen wir IHM.
Da kann ich nur zustimmen!
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