Erst Wilnsdorf
Vier Tage Kindertreff mit Harry Voss vom Bibellesebund. Wie jedes Jahr hat sich unsere FeG wieder am Kindertreff während der Karnevalszeit beteiligt. Und wenn ich in dieser Zeit keinen eigenen Einsatz habe, nutze ich natürlich gerne die Gelegenheit, um mich in unserer Gemeinde einzusetzen. Immerhin gilt diese Aufgabe auch Missionaren.
Mit bis zu einhundert Kindern war das Gemeindehaus fast voll und die Stimmung gewaltig:
Dann Oberschelden:
Für mich ging es direkt weiter. Und zwar nach China. Nicht direkt in das große China, sondern in das kleine in Oberschelden. Mit meinen Kollegen Frank Heinrich und Charly Alexander Wilhelm und den hochmotivierten Mitarbeitern der Sonntagschule hörten wir einige spannende Geschichten aus China und lernten sogar ein echt chinesisches Lied. Als dekoratives Meisterwerk war unsere chinesische Mauer kaum zu übertreffen.
Was ich allerdings besonders begeisternd fand, war der gute Besuch beim Bibelclub nach dem Kinderprogramm. Mit bis zu 15 Bibellesern plus Mitarbeiter trafen wir uns in der doch recht ungemütlichen "Kuschelecke", um gemeinsam den Gedanken des Kinderprogramms noch einmal anhand der Bibel zu vertiefen.
Doch tatsächlich weltbewegend (wörtlich und übertragen) war dann das Erdbeben in Japan.
Selbstverständlich haben wir das auch in unserem Kinderprogramm nicht unerwähnt gelassen, sondern gemeinsam für Japan gebetet.
Eine Bekannte die ich in Brooklyn kennen gelernt habe, hat das Erdbeben hautnah erlebt. Ich übersetze ihren Bericht von Samstag aus Facebook:
Ich war tatsächlich in Sendai (der Stadt, die am nächsten am Zentrum des Erdbebens liegt) für eine ganze Woche auf einem Seminar.
Ich reiste gestern Nachmittag mit dem Shinkansen (eine Eisenbahn wie eine Kanone) nach Tokio ab. Als wir in einem Tunnel waren, fiel plötzlich die Elektrizität aus und es begann zu wackeln. Wir wussten nicht, was draußen abging und rechneten nicht damit, dass es so schlimm wäre. Aber wir mussten in dem Zug bleiben und die Nacht dort verbringen. Tatsächlich blieben wir für 18 Stunden in dem Zug. Wir hatten nicht so viele Informationen, weil wir ja im Tunnel steckten. Heute Morgen haben wir den Zug verlassen und wanderten durch den Tunnel bis wir endlich raus kamen! Preist den Herrn! Alle Autobahnen waren gesperrt und es dauerte mehr als 10 Stunden, um nach Tokio zu gelangen. Aber jetzt bin ich in einem Hotel in Tokio. Ich bin geschockt, wie schrecklich das alles war.
Wenn ich den Zug verpasst hätte, und den nächsten genommen hätte, wäre ich vielleicht immer noch in Sendai.
Ich habe versucht meine Freunde dort zu erreichen, habe es aber noch nicht geschafft. Ich weiß nicht, wo sie sind. Bitte betet für sie. Ich kann mir nicht vorstellen, wenn ihnen etwas passiert wäre.
Ich werde morgen nach dem Gottesdienst nach Tottori, meiner Heimat reisen. Ich hatte nur ein paar Stunden Schlaf und mir ist schwindelig. Ich werde jetzt offline gehen.
Vielen Dank für eure Anteilnahme. Bitte betet weiter für meine Freunde.
Sonntag schrieb sie dann Folgendes:
Vielen Dank für eure Gebete. Einer meiner Freunde hat sich bei mir gemeldet und mir mitgeteilt, dass sie alle ok sind. Preist den Herrn.
Wir haben noch viele Vermisste. Ich bitte euch darum, für sie und ganz Japan wiederholt zu beten. Vielen Dank.
Das ist, wie der Bahnhof nach dem Erdbeben aussah. Ich habe ihn 20 Minuten vorher verlassen.
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