Jetzt bin ich schon fast eine Woche hier und habe noch keinen richtigen Eintrag zu Stande gebracht. Deshalb möchte ich jetzt mal einen kleinen Überblick verschaffen. Erst chronologisch, dann thematisch.
Freitag:
Ankunft. Nach einem langweiligen Flug (ich hatte dieses Mal ausnahmsweise einen Fensterplatz, aber nur Wolken von Rom bis New York und langweilige Filme noch dazu) kam ich dann Abends am John F Kennedy Flughafen an. Als ich aus dem Gepäckbandraum herauskam stand auch schon Rollie Facette mit einem Schild von Metro Ministries bereit. Er ist fünf Minuten vorher angekommen. Perfektes timing. Nachdem wir noch eine Engländerin abgeholt hatten (ebenso perfektes timing) fuhren wir dann nach Brooklyn in unsere Unterkunft. Natürlich lief an dem Tag nicht mehr viel. Mir wurde noch gezeigt, wo ich etwas zu Essen, die Toiletten, Duschen und mein Bett finde. Zum Thema Bett, ich schlafe hier jetzt mit 19 weiteren Jungs zusammen in einem dafür recht kleinen Zimmer.
Samstag:
Na klar, was soll an einem Samstag schon sein? Arbeitstag. Die vorhergehenden Jahre haben die "Interns" (Das ist die Bezeichnung für die, die für ein Semester mitarbeiten) in einem anderen Gebäude gewohnt. Dem sogenannten "Bushwick Building". Der Name kommt von der Straße, in der sich das Gebäude befindet. Vor einigen Jahren konnte Metro Ministries noch ein weiteres Gebäude erwerben. Besser gesagt einen ganzen Block. Ein früheres jüdisches Altenheim und Krankenhaus. In diesem sind noch SEHR viele Renovierungsarbeiten nötig. Dennoch sind wir schon einmal als Interns dort eingezogen. Die Konsequenz daraus ist jedoch, dass einige Dinge von dem Bushwick Building in das neue "Zentrum" verfrachtet werden mussten. Das war also unsere Hauptaufgabe am Samstag. Zusätzlich natürlich gab es noch Vorstellungs- und Kennenlernrunden und Zeit zum Koffer auspacke und sich einrichten.
Sonntag:
Nach einem Gottesdienst am Morgen war frei. Ich muss zugeben, der Godi war nicht so mein Fall. Besonders, da dieser Gottesdienst etwas anders ablief als üblich. Es gab keine Predigt, sondern nur ein paar Zeugnisse (was ich nicht schlecht fand) und sehr viel Musik mit Anbetungsliedern. Das alles natürlich im Brooklyn-Ghetto-Style. Also charismatisch und
etwas ausgeflippt. Aber es muss ja nicht mir gefallen, sondern denen, die hier wohnen. Sonst war der Empfang herzlich. Den Nachmittag, natürlich, was soll man machen? NEW YORK, WIR KOMMEN!!! Mit vier Leuten haben wir unsere erste Tour durch Manhattan gestartet. Begonnen haben wir in der Nähe der Brooklyn Bridge, sind entlang des
Ground Zero, wo bis vor 7 Jahren und zwei Tagen noch die berühmten Zwillingstürme standen, bis zur Südspitze von Manhattan gewandert. Dort ist der sogenannte Battery Park, von dem aus man die Freiheitsstatue sehen kann. Nach der Wallstreet und einem Mittagessen in Chinatown sind wir dann mit der U-Bahn zum Times Square gefahren und haben die Zeit in der Gegend verbracht.
Montag:
Montags ist unser offizieller freier Tag. Deshalb sieht der eigentlich recht ähnlich aus, wie der Sonntag. Nach einem ruhigen Morgen natürlich wieder "Ab nach Manhattan!". Dieses Mal war der Central Park und wieder der Times Square dran. Zum Tagesabschluss dann die herrliche Aussicht vom höchsten Gebäude der USA genießen. Dem Empire State Building.
Dienstag:
Jetzt geht es richtig los. Unser Seminar beginnt. Zu Beginn führen die Teamleiter eine Standard-Kinderstunde vor. Absolut perfekt. Das ist der erste Einblick auf das, was auf uns zukommen wird. Ein voll durchgeplantes Kinderprogramm. Bei Einigen kommt schon der erste Horror auf vor dem, was uns in den nächsten Tagen blüht.
Mittwoch:
Unterricht, Unterricht, Unterricht. Frühstück ist jetzt um 7:30, Mittagessen und Abendessen irgendwann zwischendrin. Der Unterricht ist sehr gut. Besonders auffallend für mich ist, dass die Rollenverteilung im Kinderprogramm völlig anders aussieht, als bei uns. Doch dazu später mehr. Allerdings ist es auch anstrengend, die ganze Zeit auf Englisch zu
zu hören.
Abschluss des Tages ist, dass wir an dem Jugendabend teilnehmen. Mit ungefähr 300 Jugendlichen wird eine ungefähr 45 Minuten dauernde Worshipzeit abgehalten mit einer anschließenden sehr herausfordernden Predigt für die Jugendlichen. Ich schaffe es gerade noch rechtzeitig zur Bettruhe unter meinen Decken zu verschwinden.
Donnerstag:
Der Tag beginnt genau so, wie der Mittwoch. Nur eine halbe Stunde früher. Den ganzen Tag über wird uns erklärt, wie die Kinderprogramme ablaufen, worauf man achten und aufpassen muss, welche Gefahren bestehen und wie wir sie umgehen können. Auch wie man die einzelnen Programmteile vorbereiten muss lernen wir und proben jeden Teil mehrfach.
Abends kommt dann ein erster Höhepunkt. In der Gemeinde findet das erste offizielle Treffen von Interns und Staff (Vollzeitliche Mitarbeiter) statt. Mit einem gemeinsamen Abendessen lernen wir uns etwas kennen. Im Anschluss daran kommt eine sehr herausfordernde Predigt von Bill Wilson. Thema ist "Body Building for Dummies".
Freitag:
Dieses Thema zieht sich noch den ganzen Tag fort. Schwerpunkt ist 1Kor 12,12-27, der Leib der Gemeinde. Gastredner für den Vormittag und den Nachmittag ist R.T. Kendall. 25 Jahre lang Pastor der Westminster Chapel in London. Den Abschluss am Abend macht Bill Wilson selbst zum Thema Geistesgaben als Teil der Zusammenarbeit in der Gemeinde. Sehr
herausfordern. Daraus werde ich bei Gelegenheit auch mal einige Dinge zitieren.
Samstag:
Überraschenderweise haben wir frei bekommen. Eigentlich hatte ich vor, diesen Tag einige Dinge am PC zu machen. Aber irgendwie kam es dann doch anders ;-) Einige unserer Interns waren schon am Morgen nach Manhattan aufgebrochen. Einige erst später. Als dann eine Gruppe spontan mit der Fähre nach Staten Island fahren wollte, konnte ich nicht widerstehen. Von der Fähre (kostenlos) aus hat man einen vortrefflichen Blick auf die
Freiheitsstatue. Da bin ich dann doch mitgefahren. Sonst hätte ich euch früher geschrieben. Aber jetzt habt Ihr einen kleinen Überblick über die letzten oder ersten Tage.