Freitag, 11. Dezember 2009

Video zu Weihnachten 2009

Ein Freund von mir hat mir gerade ein Video-Link zugeschickt. Echt sehenswert.
In diesem Sinne, euch allen eine gesegnete Vorweihnachtszeit!

Freitag, 4. Dezember 2009

AMK und DEK

Zum ersten Mal fanden dieses Jahr die deutsche Evangelistenkonferenz und die Arbeitgemeinschaft für missionarische Kinderarbeit zusammen statt. die DEK besteht nun seit 60 Jahren, die AMK feierte das 51.
Wieder gab es diverse Vorträge. So z.B. ein sehr guter Vortrag zu Gender Mainstreaming oder eine Betrachtung zu Jakob und seiner gesamten Gangsterfamilie. Im abschließenden Vortrag wurde noch einmal auf die Engel Skala hingewiesen. Es ist nicht ausschließlich unsere Aufgabe, Menschen zur Bekehrung zu führen. Nein, oft bedeutet es auch, sie erst einmal ein Stückchen auf dem Hinweg zur Bekehrung zu leiten. Gleichzeitig ist unser Missionsbefehl nicht damit ausgefüllt, dass sich Menschen für die Vergebung durch den Glauben an Jesus entscheiden. Unser Auftrag beinhaltet, Jünger zu machen. Nach der Bekehrung müssen wir sie immer noch weiter "gießen, düngen und groß züchten".
Eine interessante Verschiebung wurde aufgezeigt. Bis vor ein paar Jahrzehnten war der Ablauf:
Believe, Behave, Belong
Ab der Bekehrung wird eine Lebensveränderung erwartet um zur Gemeinschaft zu gehören. Doch mittlerweile verschiebt sich dieses Bild:
Belong, Believe, Behave
Erst werden Menschen in die Gemeinschaft aufgenommen. Dadurch sollen sie zum Glauben kommen. Daraus folgt die geistliche Veränderung.
Aber ist das sinnvoll?
Mein Vorschlag wäre:
Ich halte es durchaus für sinnvoll, dass Menschen in eine Gemeinschaft hineingeführt werden. Dadurch sehen und erleben sie Christen. Das Ziel ist deren Bekehrung von der Sünde zur Rettung durch Jesus. Doch von da an darf es nicht bei der gleichen Basis der Gruppe bleiben. Von hier an muss es eine deutliche Weiterführung der neuen Christen geben. Denn erst jetzt beginnt das geistliche Wachstum. Bei dem heutigen Modell bleiben die neuen Christen bei der Bekehrung stehen, da es keine Gemeinschaftsveranstaltung gibt, die die Christen fördert. Denn die Gemeinschaftsveranstaltung hat ja bereits das Ziel, Nichtchristen zu erreichen. Wo sollen also Christen geschult, gefördert und zu Jüngern herangezogen werden?
Daher meine Idee, die Idee eines theologischen Laien nicht eines Pastors:
Belong - zu einer evangelistisch ausgerichteten Gruppe, z.B. einem Hauskreis
Believe - die Bekehrung, Party im Himmel
Belong - zur Schulung in einem christusähnlichwerdenden Lebenswandel

Über die ganze Zeit hinweg zieht sich Behave. Doch ganz besonders trifft das die Schulung nach der Bekehrung, wenn der Christ dem Heiligen Geist erlaubt, in seinem Leben zu arbeiten.
Eure Meinung?

Mittwoch, 25. November 2009

Jugendmissionstag

Vorgestern hatten wir unsere Nachbesprechung zum Jugendmissionstag. In der Missionsexpo waren 29 Werke vertreten. Ich finde es einfach genial, wenn unterschiedliche Missionswerke so zusammen arbeiten. Da merkt man, dass wir ein gemeinsames Ziel verfolgen. Es gibt keine Konkurrenz. Menschen in aller Welt brauchen das Evangelium.
Zur Zeit lese ich zwei Bücher über die Missionsarbeit unter den Yali in Irian Jaya. Besonders "Herren der Erde" von Don Richardson finde ich absolut empfehlenswert. Unter Anderem fasziniert mich, wie auch dort die Missionare, die Missionswerke und Organisationen zusammen halten.
Oh, ich schweife ab. Also zum Jugendmissionstag. Soweit ich mitbekommen habe, haben die Beiträge von Stefan Lepp tiefe Eindrücke hinterlassen (Bald auch auf der Homepage zum Download angeboten). Die Besucher, anscheinend etwas mehr als im Vorjahr, hatten einige intensive und ernste Fragen an den Infoständen und auch in den Seminaren. Unser Seminar zum Thema "Weltmission im Dschungel der Großstadt" war sehr gut besucht.
Schön fand ich den Abschluss. Eine ganze Reihe Missionare, die in den nächsten Monaten in alle Welt gehen werden, wurde unter Gebet aller Teilnehmer ausgesannt.
Das einzige was ich mir noch erhofft hatte, waren noch mehr Teilnehmer. Aber hoffentlich nächstes Jahr. Denn es wird weiter gehen. Die Planungen laufen. 6. November 2010. Direkt schon vormerken!

Donnerstag, 12. November 2009

Metro Ministries im deutschen TV

Eine Bekannte von mir, die auch bei Metro Ministries war, hat diesen Link gefunden. Es ist ein Bericht des ZDF über die Arbeit in Brooklyn und die damit verbundene Gemeinde.

Montag, 9. November 2009

Ganz herzlichen Dank

Ein paar Lesern ist es aufgefallen! Ich habe mich doch tatsächlich vertippt...
Das Datum vom Jugendmissionstag war falsch. Sowohl hier als auch auf unserer OAC-Homepage. Nicht der 14.8. sonder am 14.11. findet der Jugendmissionstag in Haiger statt! Bitte korrigiert es und kommt am Samstag!

Und für alle diejenigen, die gestern nicht kommen konnten:
Hier könnt ihr wenigstens noch meinen Bericht nachlesen:

Tagesthema: Der Mensch, den Gott gebraucht!

Verfügbar…


Situationsbeschreibung

Vergangene Woche durfte ich mit unserem heutigen Chor zusammen im Jugendgefängnis in Siegburg zwei Gottesdienste halten. Als wir auf das Gelände kamen, schoss mir sofort ein Gedanke durch den Kopf. Das sieht aus wie in Brooklyn. Die gleichen Ziegelsteingebäude. Vergitterte Fenster. Hohe Zäune mit Stacheldraht. Der Unterschied ist nur, in Siegburg soll es die Ausbrecher drinnen halten, und in Brooklyn die Einbrecher draußen. Das ist der Ausblick aus unserem Fenster. Hier der Stacheldraht an unserem Zaun.
In Brooklyn lernt man, sich anders zu verhalten. Die ersten Tage durften wir nur mindestens zu viert das Haus verlassen. Diese Straßen durften wir die ersten Wochen überhaupt nicht gehen. In unserer Nachbarstraße wurde gedroht, Weiße zu erschießen, wenn sie vorbei kommen. Wenn man auf der Straße unterwegs ist, schaut man IMMER! was um einen rum passiert. Wer läuft wo. Was sind das für Typen. Ist irgendetwas komisch SOFORT Straßenseite wechseln. Das braucht einige Zeit, bis man dafür den Sinn entwickelt hat. Eine Nacht rannten einige Jugendliche schreiend durch die Straße. Einer meiner Zimmergenossen schaute aus dem Fenster. Kurze Zeit darauf leuchtete ein roter Punkt in unser Zimmer. Ich weiß nicht, ob es NUR ein Laserpointer war, oder ob eine Waffe damit verbunden war.
Tags über ist es kein Problem, überall unterwegs zu sein. Doch nachts sind die Grenzen klar gesteckt. Da solltest du besser regelmäßig über die Schulter schauen. Nach Feierabend wissen die Leute genau, wer in diese Gegend gehört, und wer nicht.
Letzte Woche war Halloween. Lebensgefahr! Dort sind nicht die Kinder unterwegs, sondern die jungen Männer. Auf der Suche nach Frauen zum Vergewaltigen und Männer zum kämpfen. 20 Minuten von uns entfernt gab es Schießereien. Unser Einsatzauto wurde mit Eiern abgeschmissen. Andere Teams sogar mit Steinen oder haben ganz ihren Einsatz abgeblasen. Vergangenen Monat gab es in NY 37 Morde. 20 davon in Brooklyn. Fast 400 Morde in NY dieses Jahr. Und die depressive Jahreszeit hat gerade erst begonnen.

Dort wachsen Kinder auf – was können sie erwarten?
Frage: Was erwartet Kinder, die in dieser Gegend aufwachsen?
In der Bibelschule haben wir gelernt: „Kulturen sind Strategien zur Daseinsbewältigung.“ Die Strategie im Ghetto ist: „Überleben um jeden Preis.“ Al Capone ist hier geboren, hat seine Ausbildung gemacht und seine ersten Morde verübt. Einen Tag kamen wir an unseren Einsatzort. Eine Stunde vorher hat es dort noch eine Schießerei gegeben. Hier ist der Steckbrief. Eine Woche später kam ein besorgter Vater auf uns zu, ob wir nicht was gegen diese Gewalt machen könnten? Seine Tochter traute sich schon gar nicht mehr aus dem Badezimmer! Der zweite Steckbrief ist von einem Mord an zwei Männern gerade mal 5 Minuten von unserem Zentrum entfernt. Gewalt, Drogen, Prostitution und Alkohol. Ohne den Gangs gibt es kaum eine Überlebenschance. Die Crips und die Bloods sind zwei der größten Gangs in NY.

Arbeit von Metro
Umso wichtiger, dass diese Kinder von Jesus hören. Nur er kann sie aus diesem Strudel reißen. Aus diesem Grund ist die Arbeit von Metro Ministries entstanden. Ein Missionswerk mit drei Schwerpunkten:
1. Regelmäßige Kinderprogramme, sechs mal am Samstag mit jewails ca. 500 Kindern. Ich wünschte mir, ihr wärt alle mal dabei.
2. 16 Teams sind während der Woche mit LKWs in ganz New York unterwegs und machen Kinderprogramme im Freien.
3. Hausbesuche. Jedes Kind wird einmal pro Woche zu Hause besucht. Denn es sind keine Opfer der Gesellschaft, sondern Menschen.
Über die 30 Jahre hinweg ist diese Arbeit enorm gewachsen. Mittlerweile ist daraus eine eigene Jugendarbeit entstanden, eine Gemeinde mit drei Gottesdiensten und viele Kinderprogramme mit 15.000 Kindern jede Woche. In der Weihnachtszeit sogar 30.000.

Wie ist diese Arbeit möglich?
Mittlerweile arbeiten bei Metro Ministries 120 Mitarbeier vollzeitlich. Dazu kommen ca. 50 Praktikanten und viele Ehrenamtliche Mitarbeiter. Wieso machen sie das?
Gründer der Arbeit ist Bill Wilson. Er sagt: „Ich habe nie eine Stimme gehört. Ich habe keine Eingebung gehabt und auch keine Vision gesehen, auch wenn das ein schönes Zeugnis wäre.“
Er wurde Zeuge von 13 Morden. Er selbst wurde durch den Kiefer geschossen. Dennoch ist er seit 40 Jahren in dieser Arbeit. Warum?

Mir sind zwei Punkte klar geworden in der Zeit dort.
Ich könnte Predigten halten oder Bilder zeigen, dass sich jeder in die Mission geführt fühlt. Ein paar traurige Kinderaugen. Aber dann hältst du es dort keine Woche aus.
„Meine Hingabe ist stärker als meine Emotionen“. So sagt Bill Wilson. Ich habe auch manchmal keine Lust. Das ist nicht das Kriterium.
Du weißt nicht, ob du berufen bist? Deinen Ruf habe ich schriftlich. Er steht in Mt 28,18-20
Mission ist nicht die Frage “kannst du?”. Wenn es möglich wäre, dass wir nicht können, dann hätte Gott es nicht befohlen. Deshalb ist die Frage „wirst du?“
Röm. 8,30 „Die er aber vorherbestimmt hat (die Christen nämlich), die HAT er auch berufen;“ Berufen ist jeder Christ. Die Frage ist, stellst du dich ihm zur Verfügung?
Aber wo?
Wieder Bill Wilson: „Wenn der Herr mir die Augen des Herzens öffnet, werden die Dinge mein Herz brechen, die auch Gottes Herz brechen.“

Der Mensch, den Gott gebraucht, ist der Mensch, der sich von Gott gebrauchen lässt!

Er braucht dafür zwei Eigenschaften:
- Muss die Not sehen
- Gott zur Verfügung stehen