Mittwoch, 1. Juli 2009

die andere Kieler Woche

Jeder Missionseinsatz ist anders. Das leuchtet ein, da jede Gegend seine eigene Kultur hat. Doch dieses Jahr war auch der Einsatz in Kiel anders als die Jahre zuvor.
Das Erste was uns auffiel war, dass sich die Hauptbesuchszeit an der Kiellinie verschoben hatte. Waren die letzten Jahre die meisten Besucher, hauptsächlich Familien, gegen 16:00 Uhr unterwegs, hatten wir dieses Jahr um diese Zeit fast Flaute. Stattdessen konnten wir mit unseren Programmen deutlich früher anfangen.
Zweitens mussten wir unser Programm etwas umstellen. Wie bereits erwähnt durften wir dieses Jahr nichts verteilen. Üblicherweise sind unsere Predigtdurchgänge so aufgebaut, dass wir am Ende kleine evangelistische Flyer verteilen um darüber in persönliche Gespräche zu kommen. Dieses Jahr kamen wir am Ende von unseren Predigtdurchgängen, besonders die ersten zwei Tage, deutlich in's Schwimmen. Wie mache ich jetzt das Ende der Programms? Wie komme ich jetzt in ein persönliches Gespräch? Ergebnis war, dass wir wenig Gespräche hatten, die aber in Kiel eh immer wenig waren. Stattdessen hatten wir mehrere kurze Programme um direkt näher am Publikum zu sein.
Fazit: Trotz dem Handicap war es doch eine gute Woche. Viele Menschen haben das Evangelium gehört. Was sie damit machen, liegt nicht mehr in unserer Hand. Das müssen sie mit Gott ausmachen. Dafür beten wir.

Morgen geht es los nach Ungarn. Ab zum Balaton. Ich bin gespannt, wie die Zeit dort wird. Unser Team ist Gott sei Dank voll, wir haben fast die ganze Zeit zwei Übersetzer und hoffentlich werden wir auch viele Menschen ansprechen können.

Samstag, 20. Juni 2009

Der erste !SOMMER! -Einsatz

Jetzt geht es los. Heute werden wir mit einem Team von 5 Personen nach Kiel fahren. Dort werden wir an der Kiellinie, der Uferpromenade des Hafens, Straßeneinsätze machen.
Manche können sich noch erinnern; letztes Jahr hatte es bei diesem Einsatz ziemlich Gegenwind gegeben. Die Stadtverwaltung wollte uns verbieten, unsere Programme zu verbieten. Doch Kleinkunst ist erlaubt, und so dürfen wir bleiben.
Dieses Jahr sieht es ähnlich aus. Wir dürfen jetzt offiziell unsere Programme durchführen, aber es wurde uns strengstens verboten, irgendetwas zu verteilen. Aber bitte betet für einen guten Einsatz.
Wer noch ein paar Bilder von letztem Jahr sehen möchte: HIER

Montag, 15. Juni 2009

Neuigkeiten, die schwer einzuordnen sind!

Viele von Euch haben sicherlich mitbekommen, dass im Jemen neun Menschen entführt wurden, darunter sieben Deutsche.
Heute erreichte mich die Nachricht, dass zwei dieser Deutschen an der gleichen Schule waren wie ich und jetzt im Sommer ein Praktikum als Krankenschwestern machten. Das Krankenhaus hat mittlerweile bestätigt, dass die beiden tatsächlich unter den Toten sind. Beruhigend ist jedoch zu wissen, dass sie jetzt beim Herrn sind!
Warum mir das gerade so schwer fällt einzuordnen:
Morgen Abend werde ich Bibelstunde in Neunkirchen-Salchendorf halten. Der Text der mir dafür genannt wurde ist Mt 5,43-48. Luther hat es mit "Von der Feindesliebe" überschrieben. Wer über diesen Text mehr hören möchte, sollte morgen Abend kommen. Aber hier der Vers, der mich gerad jetzt sehr packt:
"Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen," (V. 44)
Wie sieht es jetzt aus? Gerade mit diesem Hintergrund? Geschwister, die verfolgt wurden, die Entführt wurden, sogar getötet und verstümmelt wurden. Ich muss sagen, mir fällt es schwer. Nicht nur, mich für morgen vorzubereiten, sondern auch die Bibel zu zitieren, die Feinde zu lieben und für sie zu beten. Wie geht es den Eltern? Wenn es meine Kinder wären, könnte ich für die Mörder beten? Für ihre Bekehrung? Für Gottes Gnade? Für Vergebung für sie? Ich befürchte, ich werde noch lange an dieser Bibelarbeit sitzen, denn mich hat der Text jetzt hart erwischt. Der Text sagt, dass Gott, unser Vater in dieser Liebe unser Vorbild ist. Er liebt alle Menschen. Und tatsächlich, sein Sohn wurde genau so umgebracht. Von uns Menschen. Durch unsere Sünden - für unsere Sünden. Doch seine Liebe gilt dennoch allen Menschen.
Liebt eure Feinde, bittet für eure Verfolger - warum? Zu welchem Zweck? -
"damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel." (V. 45) "Ganz der Vater", das hört man erst, wenn es tatsächlich Parallelen zwischen Vater und Sohn gibt. Widerspiegeln wir unseren Vater?

Freitag, 5. Juni 2009

Mein erster Eintrag von zu Hause

ok, ich gebe zu, ich habe lange nicht mehr geblogt. Aber so wird es bald immer wieder sein. In ungefähr 2 1/2 Wochen startet die Kieler Woche. Von da an werde ich fast im Dauereinsatz sein. Ich hoffe, ich werde kurz zwischendurch berichten können. Aber wenn nicht, gibt es nach dem Sommer ausführliche Berichte.
Vergangenes Wochenende hatte ich gleich 2 Einsätze. Von Freitag auf Samstag durfte ich mit einem Freund von Logos eine kleine Schulung und Motivation in Herford machen. Diese Gruppe hatte für sich selbst den Eindruck gewonnen, dass sie im Moment an einem Tiefpunkt wären. Daraufhin beschlossen die Leiter, eine Woche in der Gemeinde zu leben. Von dort aus gingen sie in die Schule, machten dort ihre Hausaufgaben und schliefen in den Gemeinderäumen. Abends hatten sie Vorträge zu verschiedenen Themen. Die ersten Abende ging es schwerpunktmäßig um Gemeinschaft und Einheit in der Gruppe. Daran anschließend durften wir dazu motivieren, aus dieser Gruppe heraus zu arbeiten um Menschen zu erreichen. Abschließend konnten wir gemeinsam einen Straßeneinsatz in der Innenstadt von Herford machen. Obwohl alle möglichen Parteien ihre Werbestände aufgestellt hatten und ihre Flyer verteilten, hatten wir doch relativ viele Zuhörer. Mein Eindruck war, dass im Laufe der Zeit tatsächlich ein guter Funke Motivation übergesprungen ist.
Der 2. Einsatz war die Pfingstjugendkonferenz in Wiedenest. Wie die letzten Jahre auch, waren wir mit unserem VW-Bus in der Open-Air-Missionsausstellung vertreten. Allerdings war dieses Jahr etwas besonderes für uns. Denn zum ersten Mal konnten wir unseren "neuen" VW-Bus mit dem umgebauten Kanzeldach einsetzen. Nach langer Arbeit und noch mehr Überlegung haben wir es geschafft, das Dach von unserem alten T3 auf den T4 umzubauen. Das ist sicherlich ein Meilenstein in der OAC-Deutschland-Geschichte.
Als nächstes müssen wir noch eine gute Lösung für die Plattform finden. Das ist allerdings noch eine Nummer schwieriger. Mal sehen, was wir da für eine Lösung finden...

Mittwoch, 27. Mai 2009

Und Schritt 2 ist auch geschafft

Seit ein paar Tagen habe ich jetzt auch zu Hause Internet. Endlich. Hat eigentlich erstaunlich gut funktioniert. Nur, dass ich es erst mit der falschen Nummer versucht hatte. Aber da kann ja sonst niemand was für ;-)
Tatsache ist, dass ich ab jetzt auch wieder Abends bei ICQ online sein werde und gelegentlich auch bei Skype. Außer ich bin unterwegs oder habe keine Lust ;-)